FREIHEIT. Jens Thomas Solo.
Jens Thomas, Träger des SWR Jazzpreises, veröffentlichte nach seinem Jazzstudium als Pianist mehrere Alben beim Label ACT (u.a. Plays Ennio Morricone und A Tribute To AC/DC). Als er von 2003-2012 in der legendären Othello Inszenierung von Luk Perceval an den Münchner Kammerspielen live die Bühnenmusik improvisierte, entdeckte er seine Stimme und wandelte sich zum Sänger, Songwriter und Performancekünstler. Seit 2013 ist Thomas vor allem mit dem Schauspieler Matthias Brandt und ihren eigenen Wort-Musik-Collagen auf den großen Theaterbühnen zu erleben.
 
Mit „FREIHEIT stellt Jens Thomas seine deutschsprachigen, philosophisch-euphorischen Lieder in einem Abend zwischen virtuosem Konzert und theatraler Performance solo am Flügel vor.
Der Titel des Abends ist zugleich Programm: sich hinzugeben an die Energie des Augenblicks.
 
...er singt eine Ballade, mit absoluter Hingabe. Es ist einer dieser Momente, in denen jemand ein Stück seiner Seele auf die Bühne spuckt. WELT AM SONNTAG
Jens Thomas singt, „als sei er ein Medium, das unterschiedlichen Persönlichkeiten von der Sopranistin bis zum Obertonsänger vorübergehendes Asyl bietet. In seiner Musik ist Thomas ein Ekstatiker, der Töne und Geschichten in einen Strom des Gefühls verwandeln kann. Thomas stellt mit Oktavumfang, Kopfstimme, Obertongesang und Bassgeknurre jeden zweiten Stimmkünstler in den Schatten.“
HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG
 
„Es gibt kaum eine Musik, die er nicht nutzt. Im Schlagabtausch mit dem Musikmaterial verausgabt sich der Universalmusiker bis zum Exzess und überrascht damit nicht nur das Publikum, sondern auch sich selbst ein ums andere Mal. Mit diesem fulminanten Impro-Pop Konzert eröffnete Thomas den Konzertreigen rund ums 25-jährige Jubiläum des Frankfurter Hofes.“ ALLGEMEINE ZEITUNG MAINZ
KRANKENAKTE ROBERT SCHUMANN. Eine Wort-Musik-Collage.
In ihrem neuen Projekt widmen sich Matthias Brandt und Jens Thomas dem Schaffen und der komplexen Persönlichkeit Robert Schumanns. Wie bei kaum einem anderen Komponisten verbindet sich bei ihm Künstlerisches mit Biographischem. Seine psychische Instabilität, die immer wiederkehrenden depressiven Schübe und Zustände »völliger nervöser Erschöpfung«, die fixe Idee, wahnsinnig zu werden – all dies spiegelt sich zweifellos bei Schumann wider. Matthias Brandt und Jens Thomas, die in den letzten Jahren u.a. mit den Programmen »Psycho – Fantasie über das kalte Entsetzen« und »Life – Raumpatrouille & Memory Boy« bemerkenswerte Erfolge feierten, inszenieren dieses Phänomen in einer individuell ausgestalteten Collage aus Wort und improvisierter Musik. Nichts scheint an diesen Abenden festgelegt oder routiniert einstudiert zu sein. Während Brandt die Nerven der Zuschauer vibrieren lässt, improvisiert Thomas passend am Klavier und singt eigens für den Abend geschriebene Songs sowie Bearbeitungen von Kunstliedern aus der Zeit Schumann`s – ein faszinierendes Spiel aus Text und Klang, das mit den seelischen Abgründen der Charaktere jongliert.
 
"Kongenial ist das Sprach-Spiel mit den Klavier- und Stimm-Improvisationen von Jens Thomas verwoben. Er lässt flirrende Oberton-Oszillationen und ätherischen Falsett durch den dunklen Raum geistern, er singt und spielt Heine (dessen Gedichte Schumann nicht nur vertont hatte, sondern mit dem er sich auch dasselbe Todesjahr teilt), musiziert lyrisch, zart, dramatisch, aufgewühlt. Thomas erschafft damit eine Musik, eine Klangkulisse, die mit geradezu körperlicher Intensität nach Brandts Worten greift, mit ihnen ringt und leidet, und sie für einen letzten, todtraurigen Tanz umschlingt. Lauter und langer Beifall (bis die beiden mit Jens Thomas’ wunderbarem Song 'Connected' noch eine Lied-Zugabe geben) für einen in Wort, Spiel und Klang grandiosen Bühnenabend." MANNHEIMER MORGEN
 
"Da wird kein Genie, das später verrückt wurde, ausgestellt, vielmehr bringen zwei Künstler den Mut auf, selbst in die menschlichen Abgründe hinabzusteigen." NEUE WESTFÄLISCHE ZEITUNG
 
"Ein großartiger, ein tieftrauriger Abend." ALLGEMEINE ZEITUNG MAINZ
PSYCHO. Fantasie über das kalte Entsetzen.
Schauspieler Matthias Brandt und Pianist/Sänger Jens Thomas interpretieren das filmische Jahrhundertwerk gemeinsam neu auf der Bühne. Brandt greift dabei auf Elemente aus der literarischen Vorlage zurück. Thomas, von der Süddeutschen als „Jimi Hendrix des Flügels“ bezeichnet, improvisiert zu Brandt's inszenierter Lesung einen SoundtrackDie Fantasie über das kalte Entsetzen ist nicht festgelegt und routiniert einstudiert, vielmehr lebt sie von der intensiven, spontanen Interaktion zwischen beiden Akteuren.
 
„Jens Thomas und Matthias Brandt gestalteten in der Improvisation mit Text und Klang, ein ungemein dichtes, ungemein individuell ausgestaltetes Szenario, einen nur mit Fantasie gefüllten Klang- und Assozia-tionsraum, indem ein gelegentlich leiser ironischer Zwischenton nicht dementierend, sondern bereichernd wirkte.“
FRANKFURTER RUNDSCHAU
 
„Bemerkenswert ist, wie Brandt und Thomas die Aufmerksamkeit des Publikums lenken und wie unmittelbar es dadurch den Schrecken dieser Nacht miterlebt." GÖTTINGER TAGEBLATT